Kolumne für den Internet-Pendler

«Jetzt reicht es aber  – jetzt müssen wir das Thema sofort behandeln» 
So tobte es kürzlich im Kopf des Upcom-Kolumnenschreibers und er erwachte aus einer sommerlichen Kurz-Lethargie. Aber zuerst kurz die Vorgeschichte: Als er im Mai dieses Jahres im «saldo», in der Rubrik «MEDIENKRITIK», gelesen hatte:
«Zeitungskolumnisten: Vom Analytiker zum Selbstdarsteller»,stellte sich ihm die Frage: Was sind denn wir bei Upcom in dieser Hinsicht eigentlich?
 
Nachdem er sich noch einmal Sinn und Zweck der Kolumne «5 Minuten» vergegenwärtigt hatte, kam er zum Schluss: Wir müssen uns nicht «angegriffen» fühlen (wegen dem «Selbstdarsteller», wäre ja verdächtig), sondern «herausgefordert» und: Thema für gelegentliche spätere Bearbeitung schubladisieren.
 
Aber jetzt möchten Sie wohl wissen, was unseren Kolumnenverfasser denn jetzt so in Schwung gebracht und aktiv hat werden lassen. Hier ist der Grund: Im Tages-Anzeiger vom 28. Juni 2010 konnte man von aller-kompetentester Seite endlich erfahren, um was es wirklich bei Kolumnen geht. Bitte nehmen Sie mit der gebührenden Ehrerbietung die einzig richtige Definition zur Kenntnis:
 
«Der ganze Sinn des Schreibens von Kolumnen ist ja, dass der Leser sich identifizieren kann, so etwa im Sinne von  «Genau so ist es. Genau das ist mir auch passiert».»

(Vorerst noch eine kleine Vor-Frage: Hier  wird lediglich «der Leser» angesprochen – und dies erst noch von einer schreibenden Frau – gilt die Aussage somit für die Leser-innen nicht?)

Wir wollen dieses Zwischenspiel rasch beenden; denn es hat ja seinen Zweck erfüllt, indem es den Upcom-Kolumnenschreiber aktiviert hat; zu mehr taugt es nicht - und nun lassen wir die Katze  aus dem Sack: Die obige «Definition» stammt von Hildegard Schwaninger; sie schreibt für die wöchentliche «Gesellschaftskolumne». So heisst gemäss Tages-Anzeigers seine Klatsch-Kolumne - und somit können wir seriös werden und uns fragen:

Was ist denn nun die 5-Minuten-Kolumne der Upcom eigentlich?
Sind wir Analysten oder eben doch Selbstdarsteller, oder was sind wir denn?
Wir wollen nicht in wissenschaftliche  Ausführungen eintauchen und ergründen, wie denn «Kolumne» dort überhaupt definiert wird; denn dies setzen wir bei unseren Leserinnen und Lesern voraus. Zudem lassen sich unsere «5 Minuten» nicht einfach als Zeitungs-Kolumne katalogisieren: Wir sind eine eigene Kategorie! (Und die ist nach anderen Grundsätzen zu beurteilen).

 

Das riecht aber stark nach «Selbstdarsteller»...

Jawohl, und das geben wir auch offen zu. Dies fällt uns schon darum leicht, weil wir ja nicht in der «Ich-Form» auftreten (wie dies gemäss «saldo» die Selbstdarsteller vorwiegend tun), sondern in der Regel das «wir» wählen. Und es geht uns tatsächlich darum, unsere Firma, die Upcom, positiv darzustellen. Aber wir sind auch noch Analysten; denn wir überlegen uns auch einiges, bevor wir es schreiben.

Es liegt nun an Ihnen zu entscheiden: Erstens, ob dies legitim ist (wir glauben «ja») und zweitens, ob es uns mit unseren «5 Minuten» auch gelingt, uns positiv zu profilieren?
Vielleicht hilft ein Rückblick auf den Inhalt der bisherigen «5 Minuten»:

Mit dem Abdruck von Herbstgedichten von Rilke und Th. Storm wollten wir den Leserinnen und Lesern zu einer Pause verhelfen

Mit einer «Breitseite gegen Internet, TV etc.» haben wir auf die Gefahren des «Multitaskings» und auf Ideen für sinnvolle erholende Aktivitäten hingewiesen

Mit der Frage «Wären Sie bereit, für 5 Millionen den Posten von Brady Dougan zu übernehmen?» wurden  Gedanken eingeleitet, die mit Nachhaltigkeit, neuer Werte-Ordnung etc. zu tun haben.

Auf diese Art und Weise möchten wir zeigen, dass wir uns bei Upcom  für alles interessieren, was unsere gegenwärtigen und künftigen Kunden beschäftigt. (Das ersehen Sie schon auch daraus, dass wir selbst nicht davor zurückschrecken, Klatsch-Kolumnen zu lesen. Sonst wählen wir aber schon mehrheitlich Fragen aus, die  ein wenig «über den Tag hinaus» gehen; diese finden wir dann allerdings eher in wissenschaftlichen Werken).

Und schliesslich wollen wir zeigen, dass es neben dem Business auch noch andere wichtige Dinge im Leben gibt. Bei all dem sind wir uns ebenfalls stets bewusst, dass man auch die Geschäftswelt nicht in 5 Minuten verändern kann. (Aber man kann es doch wenigstens mit Anregungen versuchen, nicht wahr?)

Das Wichtigste aber ganz am Schluss: Unsere Kolumne «5 Minuten» ist für uns nur eine Art «Neben-Schauplatz» – den wir  allerdings auch ernst nehmen. Was für uns zählt, ist, wie wir mit unseren Leistungen bei unseren Kunden ankommen Und dies können Sie unter «Statements» nachlesen.

Wie immer sind wir nun auf Ihre Meinung gespannt!
 
Carlo Werlen, Upcom AG

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